#1 RE: Mehrkostenregelung bei Arzneimitteln von Michael Wargowski 06.04.2011 04:58

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Zitat
Ab 2011 könnten vielen Patienten in der Apotheke rezeptpflichtige Medikamente gegen Vorkasse angeboten werden.
Der Grund dafür ist eine Regelung im Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG), das am 1. Januar 2011 in Kraft tritt. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass gesetzlich Krankenversicherte in der Apotheke statt des vom Apotheker eigentlich abzugebenden Arzneimittels gegen Vorkasse ein anderes Medikament mit demselben Wirkstoff wählen können. Es sei denn, der Arzt hat den Austausch ausdrücklich verboten.
Diese regelmäßig teureren Mittel müssen die Patienten - so sieht es das Gesetz vor - auf dem Wege der Vorkasse sofort selbst bezahlen und können die Rechnung anschließend bei ihrer Krankenkasse einreichen. Diese erstattet dann einen Teil der Kosten.
Der Gesetzgeber schreibt ausdrücklich vor, dass den Krankenkassen durch Vorkasse-Medikamente in der Apotheke keine zusätzlichen Kosten entstehen dürfen. Gesetzliche Krankenkassen dürfen nur den Preis erstatten, den sie für das Medikament hätten zahlen müssen, das der Apotheker eigentlich an sie hätte abgeben müssen. Die Patienten bekommen also nie den ganzen Geldbetrag erstattet, den Sie in der Apotheke vorgestreckt haben, sondern nur einen Teilbetrag.



Quelle:
http://www.aok.de/nordwest/leistungen-service/172406.php


Was für eine bescheidene Erklärung. Irreführend und jeder zweite Patient wird sich sicherlich über seinen Apotheker ärgern. Die Beratung mutiert hier ganz offensichtlich zu Anstiftung zum Betrug bis hin zu bereits erfolgtem Betrug der Apotheker an ihren Kunden...

Mit anderen Worten: Die Verordnung eines Präparates kann erfolgen, weil der Arzt noch nicht informiert ist, daß dieses eben unter die Festpreisregelung fällt. Das heißt, die Krankenkasse zahlt nur einen bestimmten Betrag. Dieser reicht dann für eines der günstigsten Produkte aus. Die Differenz von einem Hexal-Produkt gegenüber eines Ratiopharm-Produktes, welches in diesem imaginären Fall angenommen wird, kann erheblich sein und ist vom Patienten selbst zu tragen, wählt er nicht das günstigere Produkt. Wer es nicht weiß bzw. kennt, obwohl dieselben Inhaltsstoffe in beiden Produkten befindlich sind, zahlt eben u. U. viele Teuros (alleine bei einem Inhalat im geschilderten Prozess 10,21 €) extra! Gute Apotheker bieten von sich aus ohne Murren das Zuzahlungsfreie Medikament an zu welchem auch nicht der zugrunde gelegte Festpreis überschritten wird...

Weiteres incl. Video ist beim Googlen zu finden:

http://www.google.de/url?q=http://www.yo...EaH6J8cFHr3U8VA

#2 RE: Mehrkostenregelung bei Arzneimitteln von Michael Wargowski 18.12.2011 23:38

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Peu à peu wurden alle Erhöhungen und Eigenbeteiligungen umgesetzt, nachdem man sie angesprochen hatte, der Empörung nachzugeben schien und weiterhin so tat, als sei nicht das leiseste Übel zu erwaarten, um dann unerschrocken und leise die einst vorgeschlagenen und abgelehnten Erhöhungen etc. - besonders klamm und heimelich - in ähnlicher Form einzuführen und umzusetzen.

Genauso leise und heimtückisch wird zum o1.o1.2012 eine neue Praxisgebühr eingeführt, die bei jedem Besuch eines Arztes fällig wird und nicht mehr nur für ein Quartal. Selbst die alte Regelung hatte gravierende Auswirkungen auf die ärmsten der Armen hier und die Rentner, die sowieso nur das Minimum haben. Wer jetzt krank ist oder wird, und in solcher Lebenssituation sich befindet, wird - wie es die Rentner oft bisher auch taten - einen Arzt nicht mehr aufsuchen. Bei entsprechenden Erkrankungen ist das sogar deren Todesurteil. Die 5, Euro je Arztbesuch sind also nicht eine Entlastung der Kassen des Gesundheitswesens, sondern eher eine Kopfprämie, die jeder, der sie sich nicht leisten kann, eben nicht zahlt und damit nmicht behandelt wird und deshalb in absehbarer Zeit die Radieschen von unten wachsen sehen kann. So wird man überalterte Bevölkerung los und kann sie ganz schnell bestatten. Eine Bestrafung für einen Arztbesuch, der unausweichlich ist, ist das auch nicht mehr, wie manche sagen. Es ist und bleibt schlicht und ergreifend Mord! In diesem Falle sogar auf heimtückischste Weise! Wird diese Gebühr nun doch nicht oder später eingeführt? Wir werden es erleben und es wird niemand aufschreien oder sich wehren! Wie immer!...

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