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#16 RE: Beschäftigungstherapien? von Michael Wargowski 23.01.2011 16:54

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Bravo! Ganz genau, Thorsten. Allerdings gibt es da noch den Herrschaftsaspekt, der in allen Informationen verborgen bleibt. Etwas, lt. BGB, natürlich Gegebenem kann ich nicht eine Genehmigung aufdrücken oder die Natürlichkeit ihr selbst versagen. Sie ist und bleibt gegeben. Die Rede ist hier auch u. a. zu und von der Personenstandserklärung, die niemand zu machen braucht. Auch auf Umwegen lasse ich mich zumindest nicht zur Anerkennung des Herrschaftssystems und -gefüges bewegen, denn an der Stelle haben sie sich übernommen.

Es kann nicht sein, daß jene plötzlich aus den Löchern gekrabbelt kommen, die noch vor gar nicht allzu langer Zeit am lautesten das Unrechtsystem vertreten haben und mehr Teilhabe am Hochverrat der Menschen haben, als die nicht mit Machtbefugnissen ausgestatten Sklaven. Die Fallen sind geschickt gestellt und man fällt in der Regel auch immer wieder darauf rein...

Verlieren wir unsere Holzaugen nicht auch noch...

#17 RE: Beschäftigungstherapien? von Michael Wargowski 23.01.2011 17:06

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Ich rede u. a., aber nicht zuletzt, auch von der eingegangenen Petitionsempfehlung und besonders nervigen, anderen, zuvor erfolgten, Eingängen mit wider anderem Nachrichten- und Unterhaltungswert. Viel Bla und heiße Luft und immer schön an der Wahrheit vorbei, um den Widerstand zu beschäftigen, wie es mit Kleinkindern geschieht, die etwas Neues entdecken sollen und wollen. Sie sind nicht dumm, sondern werden, wie ich es anderenorts bereits sagte, von solchen Missetätern dumm gemacht und gehalten, um die eigenen Machtstrukturen auch weiterhin erhalten zu können, unter denen die Menschen zu leiden haben. Man könnte auch sagen, es geht um Posten- und Positionserhalt, ganz zu schweigen von der Kohle, die nur "umgelagert" und auf anderen Wegen mit neuen Opfern gemacht wird und werden soll, wobei das bereits erkannte Ziel, die Vernichtung, ebenfalls erhalten bleibt - aufgeschoben (oder auch nicht):

Zitat
Gebrauchsanweisung für die anliegende Petition
(Version Niedersachsen):


Die Petition ist so ausgearbeitet, daß nur im Briefkopf der eigene Name mit Anschrift und Datum ergänzt werden muß Anschließend wird die Petition ausgedruckt und auf der letzten Seite unterschrieben. Und diese Gebrauchsanleitung vernichtet.

Die Petition kann in einem Fenstercouvert verschickt werden, wenn sie richtig gefaltet wird. Bitte senden Sie diese Petition schnellstmöglich ab, wenn Sie wollen, besorgen Sie sich auch die weiteren Petitionen an die anderen Landtage und Senate der Bundesländer. Je mehr Petitionen dort eingehen, umso höher wird der politische Druck, der auf die Ungerechtigkeitssysteme hereinfällt.


Üben Sie Ihre Rechte aus, lassen Sie sich Ihr Recht nicht nehmen:

Zitat
„Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt eines
„obrigkeitlichen Staates”. Nicht der Bürger steht im Gehorsamverhältnis zur Regierung, sondern die
Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetzte verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat
das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, das sie
demokratische Rechte missachtet.“

Dr. Gustav Heinemann (Bundespräsident 1969-1974)



Solange die Gewalt nicht kontrolliert wird, und zwar vom Souverän, dem Volk, wird sich nichts ändern, und daß Änderungen dringlicher denn je sind, werden selbst die Dümmsten langsam einsehen müssen. Nochmals:

NEHMT EURE RECHTE WAHR. IHR ALLE SEID DER SOUVERÄN, DAS VOLK.


Zitat
Petitionsausschuß des Niedersächsischen Landtages
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 1
30159 Hannover


Petition an den Petitionsausschuß des Niedersächsischen Landtages zur Beantragung des Verbotes des „Deutschen Anwaltsvereines“ aufgrund Verstoßes gegen das Strafgesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland in den §§ 81 (1) 2, 82 (1) 2, 88 (1) 4, 89a, 91 jeweils in vollendeter und vorsätzlicher Form, durch die Funktionäre des „Deutschen Anwaltsvereines“ und deren führende Mitglieder. Als Begründung ist der fortgesetzte Gebrauch des für verfassungswidrig zu erklärenden „juristischen Standesrechtes“, wobei sich die Anwender dieses „Geheimrechtes“ durchaus durch ihre juristische Vorbildung über die Verfassungswidrigkeit insgesamt im Klaren sind. In der Anlage wird die Beweisführung zweifelsfrei erbracht. Somit sind die Rädelsführer der terroristischen Vereinigung festzusetzen und entsprechend dem Strafgesetzbuch zu bestrafen.

Gleichzeitig wird beantragt, eine Stelle innerhalb Niedersachsens zu errichten, die neue Zulassungen als Rechtsanwalt unwiderruflich und auf Lebenszeit erteilt, sofern eine gewisse neu festzulegende Qualifikation des Beantragenden gegeben ist, und gleichzeitig der Beantragende sich unter Eid verpflichtet, das bisher als Geheimrecht gebrauchte „Juristische Standesrecht“ nicht mehr zu achten und nur noch entsprechend den rechtmäßig verabschiedeten Gesetzen zu verfahren.

Hier bin ich gezwungen, Sie auf folgendes hinzuweisen:
„Die Grundlage der Demokratie ist die Volkssouveränität und nicht die Herrschaftsgewalt eines
obrigkeitlichen Staates”. Nicht der Bürger steht im Gehorsamverhältnis zur Regierung, sondern die
Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetzte verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat
das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, das sie
demokratische Rechte missachtet.“
Dr. Gustav Heinemann (Bundespräsident 1969-1974)

Daß hier demokratische Rechte mißachtet wurden, steht nach den folgenden Ausführungen außer Frage:
Das Standesrecht der Juristen bricht alles an Rechtsstaatlichkeit, das ist offensichtlich, an vielen Quellen der einschlägigen Berufsliteratur zu finden, und wird trotzdem von allen Organen der Bundesrepublik Deutschland und deren Ländern verleugnet.

Hier Ausführungen dazu, bis hin zum Bundesverfassungsgericht, das das Existieren des juristischen Standesrechts sogar bestätigt. (BVerfG, Beschluss vom 14.07.1987 zu 1 BvR 537/81, NJW 1988, S. 192)

Und nun wollen Sie mir erklären, daß es ein juristisches Standesrecht nicht gibt, und daß die Juristen nicht einem solchen unterliegen, da es ein solches Recht nicht gibt? Sicherlich werden Sie es in keinem Gesetzbuch finden. Es ist illegales Geheimrecht, das offensichtlich praktiziert wird. So offensichtlich, daß es zum Himmel stinkt. Hier ist die wahre Bedrohung durch Terrorismus offenkundig gegeben, die zuallererst abgeschafft werden muß. Dies verlangt schon das Grundgesetz.

Die Bundesrepublik Deutschland hat der Europäischen Kommission den Nachweis zu erbringen, dass das veröffentlichte und geheime Standesrecht für Juristen aufgehoben, verboten und die heimliche weitere Befolgung und Beachtung durch Juristen als Verfassungshochverrat geahndet wird.
Das Standes"recht" ist eine Grundlage für die systemimmanente Führung von unfairen Verfahren mit heimlichen Abstimmungen zwischen gegnerischen Anwälten und Richtern auch zu Lasten Rechtsuchender.

Lesen Sie selbst:

Dabei wird das von der "oligarchischen Oberschicht" der "angesehenen und erfahrenen Standesgenossen“ im pathetischen Mythos der Parthenogenese des Ethos der Standesehre/Standeswürde konstruierte Standes"gewohnheitsrecht" selbst von den autoritär "Gewaltunterworfenen eher als Gewohnheitsunrecht denn als Gewohnheitsrecht empfunden“ (Moller, Die kodifizierte Anwaltsehre, Libertas-Verlag, Würzburg, S. 31-33). Allen Standesangehörigen ist bewusst, dass es sich um ein "-in verfassungswidriger Weise- gesetztes Recht“, "ein Geheimrecht" (Moller, a.a.O. S. 29/31) handelt.

Derart wird bei "bedenklicher" Involvierung von Standesangehörigen in anrüchige, rechtswidrige, insbesondere menschenrechtswidrige Handlungen der gesamte Rechtsschutz willkürlich über die "Beliebigkeit rückständiger Krähwinkelei“ (Zuck, Die notwendige Reform des anwaltlichen Berufs- und Standesrechts, NJW 1988, S.175(177)Abs. 3) eingeschränkt oder vollständig ausgeschlossen.

Das Recht/die Konvention versagt vollständig, soweit selbst die Richter über das Standes"recht" einbezogen sind. Eine Vorausexculpation für die Richter schafft der Leitsatz in Literatur und Rechtsprechung: "Die Verfassung schützt das Gesetz durch den Richter, nicht aber gegen den Richter.“ (Schmidt-Bleibtreu-Klein, Grundgesetz, 9.Aufl. S. 506 mit Bezug auf BVerfG). Wo jedoch das Gesetz, das Grundgesetz/die Verfassung durch den Richter allein zu Gunsten des Standes(un)"rechts" nicht beachtet werden kann/darf, wirkt das Gesetz/die Verfassung gegen den Richter. Der Richter ist als Organ der "Rechtsprechung an Gesetz und Recht gebunden" (Art. 20, Abs. 3 GG).

Das Standes"recht", wenngleich ungeschrieben, nötigt allen Standesangehörigen als oberste Berufspflicht "unbedingten Gehorsam“ ab (Hanna, Anwaltliches Standesrecht im Konflikt mit zivilrechtlichen Ansprüchen, Heymanns-Verlag, Köln 1988, S. V-Vorwort-) Die Abweichung vom "unbedingten Gehorsam" bewirkt "Bruch des Ehrenwortes" mit der Folge standesrechtlicher Sanktionen bis hin zum "Ausschließungsgrund" (Kalsbach, a.a.O., S. 302).

Gleichartig ausgerichtet sind die Ausführungen in "Hartung/Holl, Anwaltliche Berufsordnung, Beck-Verlag, München, 1997, S. 615 ff, Rdnr. 12 ff." Hier wird in aller Deutlichkeit das Recht pervertiert. "Nach der Überzeugung der Anwaltschaft hat die Vertragspflicht hinter der Standespflicht zurückzutreten. Es gibt also hier keine Rechtsgüter- und -pflichtenabwägung.“ (Lingenberg/ Hummel a.a.O, S. 83, Abs. 1).

Am Standes"recht" z e r b r i c h t jedes Mandantenrecht. (Lingenberg/Hummel a.a.O. S. 84, Abs. 1, letzter Satz). Der abzudeckende Rahmen erweist sich offenbar als schier unbegrenzt (Hartung/Holl, a.a.O. S, 616, Ziff. 16: "Die Bandbreite möglicher Verstöße reicht von unsachlichen Formulierungen in Wort oder Schrift,.... bis hin zum Vorwurf der Vertretung widerstreitender Interessen, der nicht nur eine Berufspflichtverletzung nach § 43 a Abs. 4 BRAO, § 2 BerufsO, sondern auch einen Straftatbestand nach § 356 StGB begründen kann.“ In aller Deutlichkeit ist damit selbst der Straftatbestand des P a r t e i v e r r a t s mit erfasst. Selbst er ist gedeckt, selbst Gesetzesrecht wird bewusst außer Kraft gesetzt.

Das Standes“recht“ kennt keine graduierte Bewertung von Leistungen der Standesangehörigen, sei es Schlechterfüllung eines Anwaltsvertrages oder richterliche Fehlurteile. "Der Anwaltsvertrag, den der Rechtsanwalt mit dem Mandanten schließt, begründet berufsrechtliche Pflichten nicht. Seine Verletzung durch unzulängliche rechtliche Aufklärung, falsche Beratung oder unsachgemäße Vertretung, kurzum die Schlechterfüllung des Anwaltsvertrages, indiziert deshalb grundsätzlich keinen sanktionsfähigen Verstoß gegen Berufspflichten. Eine berufsrechtliche Ahndung solcher Pflichtwidrigkeiten wäre, wie der Vergleich mit dem Beruf des Richters zeigt, systemwidrig. Schlechterfüllung des Anwaltsvertrages kann nicht anders beurteilt werden als ein Fehlurteil. Der Rechtsanwalt ist bei der Beratung und Vertretung seiner Mandanten frei und trägt dafür allein die Verantwortung ohne jegliche repressive Aufsicht durch den Staat. Ob der Rechtsanwalt einen Mandanten gut oder schlecht berät, ob seine Anträge nützlich, sinnvoll, zweckmäßig oder nachteilig sind, ist anwaltsgerichtlich nicht justitiabel. (Hartung/Holl, a.a.O. Auflage 2001, S. 9/10)

Die Gleichstellung zwischen anwaltlichen Fehlleistungen und richterlichen Fehlurteilen erweist sich damit geschlossen. Beide Fehlleistungen bewirken Rechtsverletzungen. Beide werden nach dem Standes"recht" als "nicht justitiabel", nicht der rechtlichen Bewertung zuführbar erklärt. Die Anwendung des Rechts sowohl für richterliche Fehlurteile als auch anwaltliche Fehlleistungen wird verhindert, im Ergebnis also:


bei Fehlurteilen = Rechtsbeugung

bei Anwaltsfehlern = Parteiverrat.


Beide Fehlleistungen sind strafrechtlich bewehrt (§§ 339, 356 StGB). Allein das Standes“recht“ verhindert die Anwendung des Rechts, schafft grundgesetzwidrige Immunität für Juristen.

Der Rechtschutzsuchende hat zwar die Möglichkeit, einen neuen oder weiteren Anwalt zu suchen, jedoch bleibt ihm die nach der Berufsordnung (§ 25 BO) vorgesehene geheime Kontaktierungspflicht verborgen. "Zwar verbietet das Gesetz dem Rechtsanwalt, seine Schweigepflicht zu verletzen. Es dient jedoch dem Ansehen des Berufs, wenn bei Pflichtenkonflikten das anwaltliche Standesrecht auch hier den Vorrang vor Weisungen des Auftraggebers hat.“ (Lingenberg/Hummel, Kommentar zu den Grundsätzen des anwaltlichen Standesrechts, Dr. O. Schmidt Verlag, Köln, S. 83 Abs. 3). Ebenso bleibt dem Rechtsuchenden verborgen - und es muss ihm aus der Perspektive eines "billig und gerecht Denkenden" unbegreiflich sein und bleiben -, dass das Standesrecht durch den Grundsatz der "Gradlinigkeit des anwaltlichen Weges“ das "praevaricari“, das "Krummpflügen" zur Wahrung "der Linie der einmal getroffenen Einstellung des Rechtsanwalt" vorsieht (Kalsbach, Über Fragen des rechtsanwaltlichen Standesrechts, Verlag C.F. Müller Karlsruhe, S. 51). "Die Notwendigkeit der Einhaltung der geraden Linie des einmal gewählten Weges ist eine bloße Auswirkung aus der standesrechtlichen Stellung des Rechtsanwaltes. Ihre Verletzung ist daher ein Standesvergehen."(Kalsbach, a.a.O., S. 406).

Die "Zustimmung" bzw. "Abstimmung" des vorberatenden gegenüber dem nach- oder mitberatenden Anwalt wird als "logische Konsequenz" der Kollegialitätspflicht mit dem Ziel, "keine Abweichungen von den Positionen des Erstrechtsanwaltes" herbeizuführen, um "das Vertrauen des Mandanten in seinen Erstrechtsanwalt" zu stärken (Hartung/Holl, a.a.O., S. 303,304). Allein das Standes"recht" zwingt ihn zum „praevaricari“, dem Grunde nach strafrechtlich bewehrten Parteiverrat (§ 356 StGB) – und damit zum Rechtsbruch. Die Einhaltung der fragwürdigen "Geradlinigkeit" wird an gleicher Stelle u.a. damit gestützt, dass "in jedem Fall die Entscheidung eines Falles bei dem Richter liegt" (Kalsbach, a.a.O., S. 406/407). Wo aber dem Richter Nichts, Falsches, nichts Fristgemäßes, kein Antrag, keine Klage, kein Beweis oder kein wahrhaftiger Sachverhalt in sonstiger Weise vorgetragen wird, erzwingt dies, dass der Richter nicht oder nicht richtig entscheiden kann. Er hat zwar nach § 139 ZPO Aufklärungs- Hinweis- und Fürsorgepflichten, übt diese aber regelmäßig absichtlich nicht aus. Das Recht und die Rechtsstaatlichkeit sind trotz Verfassungsgarantie, Europäischer Menschenrechtskonventionen und der Charta der Vereinten Nationen nicht zu verwirklichen.

"Glaubwürdigkeit ist aber auch Voraussetzung für Vertrauen. Dies wiederum ist die Grundlage jedes Mandatsverhältnisses. Ohne Vertrauen zwischen Mandant und Anwalt gibt es kein den Sachverhalt klärendes Gespräch, ohne klaren Sachverhalt keinen zutreffenden Rechtsrat. Kaum ein Mandant wird dem Rat des Anwalts folgen, von der Durchsetzung vermeintlicher Ansprüche abzusehen, geltend gemachte anzuerkennen oder sich zu vergleichen, wenn er nicht davon überzeugt ist, dass der Rat nicht durch das Interesse des Anwalts beeinflusst, sondern nach bestem Wissen und unabhängig von Einflüssen Dritter gegeben wird. Und wenn er, weil schlichten Geistes, nicht begreift, sondern "nur" glaubt: Ohne Vertrauen fällt auch das Glauben schwer.“ (Quack, NJW 1975, S. 1342).
"Die Autorität beweist, dass sie, um Recht zu schaffen, nicht Recht zu haben braucht". (Ingo Müller, Furchtbare Juristen, Kindler-Verlag, 87, S. 54). Die Autorität des Standes, des Standes"rechts“, bestimmt, was Wahrheit, was Recht ist.
Jedem außerhalb des Standes wird "schlichter Geist" (Unwissenheit, Naivität, Dummheit) unterstellt. Jeder Nichtstandesangehörige hat grundsätzlich keinerlei Zugang zum Standes“recht“.
Bei dem extensiven, das gesamte allgemeine Recht, einschließlich die - nationalen Grundrechte und die internationalen Menschenrechte eliminierenden Standes"recht" handelt es sich um geheimes, streng "vertraulich" zu wahrendes und praktizierendes Recht (Hartung/Holl, Anwaltliche Berufsordnung, Beck-Verlag, München 1997, § 25 Rdz. 16/19/20), das nur den Angehörigen des Standes aller Juristen als Organe der Rechtspflege bekannt, zugänglich und allein durch sie zu beherrschen ist. Es handelt sich bei diesem Standesrecht um ein "seinem Ursprung nach fast ausschließliches Gewohnheitsrecht", das sich "weitgehend der Normgebung entzieht" (Kalsbach, Standesrecht des Rechtsanwalts, O. Schmidt -Verlag, Köln, Vorwort "Zum Geleit" durch Dr. Sauer, Präsident des Deutschen Anwaltsvereins e.V.).
Die extensive Verpflichtung zum Bruch des allgemeinen Rechts bis hin zum Verfassungsrecht zugunsten des Ethos der Ehre des Standes"rechts" stellt eine tradierte Pflicht aus der vorverfassungsrechtlichen Zeit des Feudalismus dar, die einer funktionierenden Rechtspflege eines Rechtsstaates der Gegenwart entgegen steht, im Ergebnis strafrechtlich bewehrten Rechtsbruch in der Form von Parteiverrat (§ 356 StGB) einerseits und Rechtsbeugung (§ 339 StGB) andererseits bewirkt. Die tradierten Berufspflichten einzig im Interesse des Ethos der Standesehre liegen nicht im Interesse der Allgemeinheit. Sie laufen diesem vielmehr diametral zuwider. Im Interesse der Allgemeinheit liegt einzig, das durch den Souverän des Volkes rechtsstaatlich und verfassungskonform begründete Recht zu wahren, jedoch keinesfalls Unrecht zu schützen. Das Standes"recht" jedoch verpflichtet nicht nur zum Rechtsbruch, sondern wird unter berufsständischer Sanktionsbewehrung in autoritärer Weise unter Missbrauch gegenseitiger Kontroll-/Überwachungsverpflichtungen zur Durchsetzung erzwungen. Die Dominanz des Standes"rechts“ unter Rechtsbruch des Allgemein- und Verfassungsrechts ist mit den Grundsätzen eines modernen Rechtsstaates unvereinbar, "weil sie der Aufgabe des Rechtsanwalts im Kern widerspricht" (Jähnke NJW 1988,S.1890).
Ein namhafter Autor zum Standesrecht überschreibt einen Aufsatz mit der eindeutigen Feststellung: "Verfassungswidriges Standesrecht" (Dr. Kleine-Cosack, NJW 1988, S. 164ff). An anderem Ort stellt er ohne Umschweife die Verfassungswidrigkeit des Standesethos heraus: "Es läuft auf einen – wie die zahlreichen Entscheidungen zeigen - zusätzlichen, gesetzlich nicht legitimierten, mit Art. 5 Abs. 2 GG unvereinbaren Schutz der Ehre (von Gerichten, Justizbehörden oder Anwälten) hinaus und verletzt zudem Art. 10 EMRK. (Kleine-Cosack, Anw.Bl. 12/86, S. 508, Abs. 3). Damit ist unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass das Standes"recht" Parteiverrat einerseits bzw. Rechtsbeugung andererseits fordert und bewirkt und schließlich selbst die durch die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten in Europa gesetzten Rechte außer Kraft setzt. Insoweit wird sowohl das Recht auf ein faires Verfahren (Art. 6 EMRK) verletzt, als auch hinsichtlich der Gedanken und Gewissensfreiheit (Art. 9 EMRK) und schließlich der Freiheit der Meinungsäußerung (Art. 10 EMRK).
Er äußert an anderer Stelle, dass die Anwälte sich samt und sonders bewusst sind, bei "bedenklicher" Involvierung eines Standesangehörigen kein Mandat übernehmen zu können, "weil der Einzelne in der Regel die Sanktionen gar nicht riskieren wird, um dann eventuell einen "Gegenbeweis" zu versuchen (Kleine-Cosack, AnwBl.12/86, S. 508) da es als Basis für eine "berufsgerichtliche Bestrafung“ allein auf die Überzeugung der "erfahrenen und angesehenen Standesgenossen" als richterliche Vertreter in den Anwaltskammern ankommt, und die Maßnahmen "bis zur Möglichkeit des Ausschlusses aus dem Berufsstand" reichen. Ähnlich äußert sich Moller, a.a.O., wonach kein Anwalt dem allgemeinen Recht zu Lasten des Standes"rechts" den Vorzug geben kann, ohne nicht zumindest ein Disziplinarverfahren zu riskieren!
Ein "Gegenbeweis" aber ist nach dem standesordnungsrechtlichen Disziplinarrecht nicht möglich, denn es "wird hier ein möglicher Rechtfertigungsgrund bei Standesverstößen ausgeschlossen", (Lingenberg/Hummel, a.a.O., S. 83 Abs. 1), "während jedoch das Strafgesetzbuch einzelne Rechtfertigungsgründe aufzählt“. Es ist dies Ausfluss "privilegierten, von der Geltung des Verfassungsrechts weitgehend befreiten Sonderstellung" des Standes"rechts" (Prof. Benda a.a.O). Jeder Standesangehörige muss das Standes"recht" fürchten, nicht das allgemeine Recht (StGB, BGB, GG etc.).
Dabei wird das von der "oligarchischen Oberschicht" der "angesehenen und erfahrenen Standesgenossen" im pathetischen Mythos der Parthenogenese des Ethos der Standesehre/Standeswürde konstruierte Standes“gewohnheitsrecht“ selbst von den autoritär "Gewaltunterworfenen eher als Gewohnheitsunrecht denn als Gewohnheitsrecht empfunden" (Moller, Die kodifizierte Anwaltsehre, Libertas-Verlag, Würzburg, S. 31-33). Allen Standesangehörigen ist bewusst, dass es sich um ein "-in verfassungswidriger Weise- gesetztes Recht", "ein Geheimrecht" (Moller, a.a.O. S. 29/31) handelt.
"Jeder weiß, dass hinter der von den Kammervorständen und Ehrengerichten praktizierten Gesetzlosigkeit die geballte Macht des Staates steht, der Übergriffe der Standesorgane deckt und gewillt ist, eine der wichtigsten Bastionen autoritärer Menschenbeherrschung mit aller Energie zu verteidigen.“(Moller, a.a.O., S. 27).
Da selbst die Richter/Innen des Bundesverfassungsgerichts das extensive, das gesamte allgemeine und Verfassungsrecht brechende S t a n d e s r e c h t, als fortwirkendes "v o r k o n s t i t u t i o n e l l e s Gewohnheitsrecht" anerkennen (BVerfG, Beschluss vom 14.07.1987 zu 1 BvR 537/81, NJW 1988, S. 192), werden durch Standesangehörige erfolgte und weiterhin erfolgende Rechtsverletzungen über alle Gerichtsbarkeiten und Instanzen hinweg dem gesamten rechtsstaatlichen Rechtsschutz entzogen. Das Bundesverfassungsgericht bricht damit in demselben Beschluss im unmittelbar vorhergehenden Absatz mit seinen selbst erstellten Grundsätzen zu Gunsten des "vorkonstitutionellen Gewohnheitsrechtes", wonach „in einem demokratischen Gemeinwesen …..bloße Standesauffassungen jedenfalls dann nicht ausreichen können, um eine Grundrechtsbeschränkung zu legitimieren, wenn der Gesetzgeber bei seiner Normierung der Berufspflichten selbst nicht darauf Bezug nimmt. Eingriffe in die Berufsfreiheit setzen "Regelungen" voraus, die durch demokratische Entscheidungen zustande gekommen sind und die auch materiellrechtlich den Anforderungen an Einschränkungen dieses Grundrechts genügen.
Ein kurzer Blick in die einschlägige Literatur zum Standes"recht" lässt die Besorgnis der Standesangehörigen, gleich welcher Säule der Standesvertreter sie angehören, willkürlich psychiatrisch pathologisiert zu werden, nachvollziehen. Zwar wird grundsätzlich/"regelmäßig die Einholung eines ärztlichen Gutachtens“ erfolgen, (Feuerich/Braun, Bundesrechtsanwaltsordnung, Vahlen-Verlag 1999, S.112, Rdz. 85) jedoch reicht es bereits zur Feststellung der Schwäche der geistigen Kräfte i. S. des Standes"rechts" aus, wenn bei einem Standesangehörigen ein "starres Festhalten an eigenen Standpunkten und ihre Verteidigung um jeden Preis“ als abnorm bewertet werden, "da sie den Gang der Rechtspflege in nicht hinnehmbarem Maße gefährden“ Feuerich/Braun, a.a.O. § 7, Rdz. 85, S. 113). Ein Anwalt, der sich dem Standesrecht als der communis opinio, der Auffassung der "erfahrenen und angesehenen Standesgenossen" widersetzt, riskiert damit, auch ohne ärztliche Begutachtung pathologisiert, und durch Entzug der Zulassung sanktioniert zu werden. Dem Anwalt wird abgefordert, der Auffassung der erfahrenen und angesehenen Standesgenossen mehr zu vertrauen als dem Recht, auf dessen Sicherungsauftrag er den Eid leistete.

Also bleibt Ihnen nur eine Lösung: Leiten Sie noch heute ein Verbotsverfahren nach dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland ein. Durch die Anwaltskammern wurden bisweilen Anwaltszulassungen entzogen, was mit der Vernichtung der Existenz des Betroffenen einherging, anderen Anwälten wurde eine gewisse Handlungsweise erpreßt und ihnen bei andersartiger Handlung mit dem Entzug der Zulassung gedroht. Die Anwaltskammern sind somit als terroristische Vereinigung zu verfolgen und komplett zu verbieten. Das „Juristische Standesrecht“ und dessen Beachtung hat zur Vermeidung weiteren Unheils unter Strafe gestellt zu werden.

Mit freundlichen Grüßen




[ Editiert von Administrator Michael Wargowski am 23.01.11 17:07 ]

[ Editiert von Administrator Michael Wargowski am 23.01.11 17:11 ]

Edit: Wir wissen, daß z. B. auch in Sachen Martina Pflock und der Ermordung mit ihrer 8jährigen Tochter genau diese und die in Berlin in Ruinen versteckte Einheit/versteckt gewesene Einheit für politische Unfälle, ergo politische Morde, im Auftrag der Nachrichtendienste gemeinsam agierend - also auch mit den Aliierten - unbequeme Menschen beseitigen... (Mahnfinger...)

Do you remember?

[ Editiert von Administrator Michael Wargowski am 23.01.11 17:24 ]

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