#1 RE: “Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinen von Michael Wargowski 04.10.2012 14:26

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In Anbetracht der Tatsache, daß wir hier auch schon den einen oder anderen Beitrag haben, der eigentlich nicht in diesen Bereich gepostet werden sollte und gepostet gehört, weil es hier um Aktionen, ihre Bekanntgaben und deren begleitende Unterschriftenlisten und Teilnahmemöglichkeiten auf unterschiedlichster Ebene geht, setzen wir diese stille Einbürgerung weiterhin fort mit z. B. der hier nachfolgenden Angelegenheit:

Zitat
“Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948"

Namhafte Unterstützer gewonnen für die Weiterverbreitung der Wander-Ausstellung “Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948"

Ingrid Rumpf, die Macherin und Organisatorin der Nakba-Ausstellung, hat die Initiative ergriffen und für diese Ausstellung eine Liste von Unterstützern ins Boot geholt. Dass ich auch auf der Liste stehe, ist für mich eine Ehre und ein Ansporn, diese Initiative bekannt machen. Zu Details und Kontakt zu Ingrid Rumpf siehe www.lib-hilfe.de

In meiner Sichtweise (angelehnt an eine Presseerklärung von Ingrid Rumpf) geht es hierbei um Folgendes:

48 namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Kirchen, Medien und Kultur unterstützen jetzt die seit April 2008 durch die Bundesrepublik wandernde Ausstellung “Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948". Die Ausstellung ist vom Verein "Flüchtlingskinder im Libanon e.V." erstellt ( www.lib-hilfe.de ), ihre Konzeption und Umsetzung wurden vom Evangelischen Entwicklungsdienst und der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg gefördert. Die Ausstellung will Fakten präsentieren, um die palästinensische Sichtweise auf die Ursachen des Nahostkonflikts für die deutsche Öffentlichkeit verständlich zu machen. In ihrer gemeinsamen Erklärung bekennen sich die 48 Personen zu diesem Projekt. Nach ihrer Auffassung kann es ohne Verständnis für die berechtigten Anliegen sowohl der israelischen als auch der palästinensischen Seite keinen Frieden geben.

Die Unterstützer wollen mit ihrer Erklärung die Öffentlichkeit daran erinnern, dass grundlegende Prinzipien von zwischenmenschlichem Verhalten und Diskussionskultur auch in der Behandlung dieses Konflikts ihre Richtigkeit haben. Dies erschien notwendig, weil von Unterstützern einer israelisch-ultranationalistischen Sichtweise das Wecken von Verständnis für die palästinensische Sichtweise als "antisemitisch" diffamiert wurde. In der Vergangenheit kam es daher vor, dass kommunale und kirchliche Vertreter sich vor einer solchen Diffamierung sorgen mussten, wenn sie der Ausstellung öffentlichen Raum zur Verfügung stellten. Die Unterstützer stellen demgegenüber fest, dass die Ausstellung Verständnis für das Schicksal und Leiden einer Menschengruppe wecken möchte. Solches Verständnis ist das gerade Gegenteil von Hass gegenüber dem Anderen; es ist vielmehr die Voraussetzung für Frieden und Versöhnung.

Trotz der Widerstände konnte die Nakba-Ausstellung seit April 2008 in 80 Orten gezeigt werden. Mehrere zehntausend Besucher haben die Ausstellung gesehen und 10.000 Ausstellungskataloge konnten verkauft werden. Um auch in Zukunft weitere Veranstalter zu ermutigen, die Ausstellung zu zeigen und um politische Ängstlichkeit und Voreingenommenheit zu überwinden, wurden namhafte Unterstützer für die Ausstellung gesucht und gefunden. Die Unterstützerliste unterstreicht, dass es nicht nur legitim, sondern dringend notwendig ist, neben der in Deutschland tief verinnerlichten israelischen Sichtweise auch die palästinensische Sichtweise auf die Ursachen des Nahostkonflikts ins Bewusstsein zu rücken.

Rolf Verleger

Anhang: Erklärung mit Namen der Unterstützenden → Bitte auf das Gif klicken zum PDF-Download!



[ Editiert von Administrator Michael Wargowski am 04.10.12 14:30 ]

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