#1 RE: T­RINKWASSER, Net­anyahu, Protes­t in Ramallah von Michael Wargowski 19.09.2012 12:37

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T­RINKWASSER: Frühwarnung vo­r einer Katastrophe / Net­anyahu, Not Iran, Is An E­xistential Threat To Isra­el / Uri Avnery: Protes­t in Ramallah

Dr.Ghada Karmi: "...Was ich bei den Deutschen erlebte, war die Unfähigkeit, zwischen dem israelischen Staat und den jüdischen Opfern der Nazis zu unterscheiden. Die Folge davon sind eine übertriebene Nachsicht gegenüber Israel, welche Verbrechen es auch immer begeht,... Siehe 2a, b, IIc. Annette Klepzig

http://derstandard.at/1347492636246/US-P...ritt-mich-nicht

1 a ) US-Philosophin Butler: Israel vertritt mich nicht
"Fünf Millionen Palästinenser zu einem Leben als Flüchtlinge verdammt"

Berlin - Die US-Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Judith Butler hat wenige Tage nach der Ehrung mit dem Frankfurter Adorno-Preis ihre Kritik an Israel bekräftigt. Israel verdamme fünf Millionen Palästinenser zu einem Leben als Flüchtlinge und sei dabei selber von Flüchtlingen gegründet worden. "Mit diesem Widerspruch muss Israel leben"...

http://www.badische-zeitung.de/leserbrie...-alles-zunichte
Kritik an adorno-PreistRägerin Judith Butler

1 b ) Dieser Zentralrat macht alles zunichte. Evelyn Hecht-Galinski

Zu: "Moralisch verdorben – Zentralrat der Juden wettert gegen Adorno-Preisträgerin", Agenturbeitrag (Kultur, 28. August):

Dieser Zentralrat und sein konvertierter Zentralratssekretär Stephan J. Kramer vertreten in keiner Weise das humanistische Judentum. Moralisch verdorben sind die Taten des Besatzer- und Unterdrückerstaates Israel. Allein die Wortwahl "Moralisch verdorben" und "Israelhasserin" gegen eine anerkannte und honorige jüdisch-amerikanische Philosophin Judith Butler zeigt die Geisteshaltung dieses Zentralrats...

Dr. Ghada Karmi (Palästinenserin) Research Fellow an der Universität Exeter in England.

2 a ) Auszug einer Nachricht von Günter Schenk

...Die an der englischen Universität Exeter lehrende und forschende Palästinenserin - es handelt sich um Ghada Karmi, u.a. Autorin des Buches "Married to Another Man" (Pluto Press, Ldn) - wird zu einem wissenschaftlichen Kongress an die FU Berlin eingeladen - und den Teilnehmern

als "palästinensische Terroristin" (ohne Scherz!) vorgestellt.

Anwesend ist der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor. Dieser sonst so feine Herr hat dann auch die Chutzpe, lässig zu erklären, er könne jeden einzelnen der von Ghada Karmi vorgetragenen Punkte mit Leichtigkeit widerlegen. Punkt. Natürlich Keine Widerlegung! Wie auch, wo sich die Referentin, eine seriöse Wissenschaftlerin selbstverständlich, natürlich allein sachlich mit belegbaren Gegebenheiten auseinandersetzt ! ...

http://www.heise.de/tp/artikel/37/37598/1.html

Die Liebesgeschichte zwischen Deutschland und Israel muss enden

2 b ) Ansichten einer Palästinenserin. Ghada Karmi

Ich habe nie verstanden, warum sich die Deutschen gegenüber den Palästinensern so feindselig verhalten. Wir alle wissen, wie sehr die Deutschen unter ihrer Schuld gegenüber den Juden leiden. Selbst heute noch, fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs...

...Was ich bei den Deutschen erlebte, war die Unfähigkeit, zwischen dem israelischen Staat und den jüdischen Opfern der Nazis zu unterscheiden. Die Folge davon sind eine übertriebene Nachsicht gegenüber Israel, welche Verbrechen es auch immer begeht, und ein irrationaler Hass gegenüber den palästinensischen Opfern...

http://www.heise.de/tp/artikel/37/37607/1.html

II c ) The German-Israeli Love Affair Must End
A Palestinian View. Ghada Karmi

I have never understood why Germans are so hostile towards Palestinians. We all know that Germans are consumed by guilt about Jews. Even now, nearly 70 years after the end of WWII...

...It was the failure to distinguish between the Israeli state and the Jewish victims of Nazism which I saw amongst Germans; the consequence of this is an exaggerated indulgence of Israel whatever crime it commits and an irrational hatred of its Palestinian victims...

3 a ) Fehlendes TRINKWASSER.rtf: Gaza: Frühwarnung vor einer Katastrophe. Robert Turner

Die lauernde Katastrophe zu vermeiden wäre einfach – hebt die Blockade auf!

Das internationale System wird oft angeklagt, es würde, eine entsprechende Frühwarnung abzugeben, versäumen; indem es kurzsichtig sei und den zuständigen Mächten nicht die Daten und Analysen gebe, die eine effektive, zeitige Reaktion auf eine voraussehbare Katastrophe erlauben würde. Mit der letzten Veröffentlichung des Berichtes „Gaza 2020: ein erträglicher Ort?“... ...Der Bericht ist eine Trendanalyse, die sich auf Daten aus zuverlässigen Quellen gründet, wie die spezialisierten UN- Agenturen, die Weltbank und die IMF,...

http://www.guardian.co.uk/commentisfree/...y-warning/print

III b ) Gaza: an early warning of disaster. By http://schema.org/Person" itemscope="">Robert Turner

Avoiding the looming catastrophe in Gaza is simple enough. Lift the blockade

...With the recent publication of the report, Gaza in 2020: a Liveable Place?, it would be hard to level these accusations at the UN country team in the occupied Palestinian territory. The report is a trend analysis based on data from authoritative sources, such as the UN's specialised agencies, the World Bank and the IMF, which sets out where Gaza will be in less than eight years' time. This is early warning writ large. By 2020 the population of the tiny Gaza Strip will grow by half a million people: 500,000 more to be fed, housed, educated, employed. More than half of the population will be under 18, with one of the highest youth populations as a proportion anywhere in the world.

The lack of safe drinking water is the most urgent concern in Gaza today and it will only get worse in the years to come...

Robert Turner is Robert Turner is Gaza Director of the UN Relief and Works Agency for Palestine Refugees

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausla...es-11889183.htm



4 a ) Proteste im Westjordanland Unerhörte Signale des Volkes. Von Hans-Christian Rößler, Ramallah

13.09.2012 · Im Westjordanland begehren die Palästinenser mit Demonstrationen und einem Generalstreik gegen die Autonomiebehörde auf. Der Grund ist die schlechte soziale Lage.

...Nicht nur in Shikakis Umfragen verliert Abbas kontinuierlich an Popularität. Im Internet kursiert ein neues Lied des ägyptischen Sängers Schaban Abdelrahim, der in der arabischen Welt auch als Schabola bekannt und beliebt ist. Provozierend fragt er den PLO-Chef, was ihm wichtiger sei, Palästina oder seine Familie. Abbas sei dabei, alles zu zerstören, was Jassir Arafat aufgebaut hatte, wirft der Sänger dem Präsidenten vor. Im Facebook-Portal hatten bis Donnerstag schon mehr als 300.000 Menschen bekundet, dass sie das Lied und das Video mögen, auf dem ein grinsender Abbas vor einem Tresor und dicken Dollar-Bündeln zu sehen ist...

http://www.aixpaix.de/autoren/avnery/ramallah.html

4 b ) Protest in Ramallah. Uri Avnery

ALS ICH NACH ein paar Monaten einmal wieder Ramallah besuchte, staunte ich auch dieses Mal über die ständigen Bauarbeiten. Überall werden Hochhäuser errichtet und viele von ihnen sind schön. (Araber scheinen ein angeborenes Talent für Architektur zu haben, wie jeder Sammelband über die Architektur in der Welt zeigt.) Der Bau-Boom scheint ein gutes Zeichen zu sein und die Behauptungen der Israelis zu bestätigen, dass die besetzte Westbank floriere. Aber einen Gedanken später schwand meine Begeisterung. Schließlich gelangt das Geld, das in Wohnhäuser investiert wird, nicht in Fabriken und Unternehmen, die Arbeitsplätze bereitstellen und damit wirkliches Wachstum fördern. Der Bau-Boom zeigt nur, dass einige Menschen sogar unter der Besetzung reich werden...

#2 RE: T­RINKWASSER, Net­anyahu, Protes­t in Ramallah von Michael Wargowski 19.09.2012 12:38

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http://zope.gush-shalom.org/home/en/chan...nery/1347657122

IV c ) Protest in Ramallah. Uri Avnery

....The building boom seems to be a good sign, confirming Israeli assertions that the economy in the occupied West Bank is flourishing. But on second thought, my enthusiasm faded. After all, the money invested in residential buildings does not go to factories or other enterprises that provide jobs and promote real growth. It only shows that some people are getting rich even under the occupation....

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18202&css=print
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=18202

5 ) Obama zum König der Juden gekürt. Von Evelyn Hecht-Galinski

Es ist vollbracht! Endlich hat auch die Demokratische Partei auf ihrem Parteitag in Charlotte Jerusalem als Hauptstadt Israels - für immer ungeteilt - abgeklatscht. Dieses "Abklatschen" kennen wir schon aus der Vergangenheit, wenn Senatoren und andere Kongressabgeordnete in den USA von der AIPAC auf ihre ungeteilte Unterstützung für den jüdischen Staat "geprüft" wurden. Musste Präsident Obama jetzt sein Versprechen über Jerusalem von 2008 einlösen?

Auch Gott durfte bei den Demokraten nicht fehlen, als Obama diese beiden Anliegen - Gott und Jerusalem - auf dem Parteitag schnell noch zur Chefsache machte. So kann der Drohnenkönig jetzt auch noch zum König von Israel gekürt werden, denn Drohnenkönig Barack Obama und der Drohkönig Bibi Netanjahu passen so gut zusammen. Auf Gott berufen sich amerika-nische Politiker gern und israe-lische sowieso...

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...5006-druck.html

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium...t-a-855006.html (FOTO)

6 ) Israels Regierung will Uni im Westjordanland anerkennen.

Eine israelische Uni mitten im palästinensischen Westjordanland wünscht sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Die Hochschule in der Siedlerstadt Ariel soll zu einer Universität aufgewertet werden. Der Plan erzürnt nicht nur Palästinenser.

Die israelische Regierung hat dafür gestimmt, die Hochschule in der Siedlerstadt Ariel im Westjordanland offiziell als Universität anzuerkennen. Eine Mehrheit der Minister sprach sich am Sonntag dafür aus. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit: "Ich betone erneut, dass Ariel ein untrennbarer Teil des Staates Israel ist und...

http://www.monde-diplomatique.de/pm/2012...el,a0043.idx,12

7 ) Durch die Wüste Sinai ins Gelobte Land
Afrikanische Flüchtlinge in Israel. von Joseph Dana


...Kasedai ist vor der Diktatur in Eritrea geflohen, in den drei Jahren seines illegalen Aufenthalts in Israel hat er jede erdenkliche Art von Gelegenheitsjob angenommen...

... Migranten verrichten die niedrigen Arbeiten, ohne die das Land nicht funktionieren würde. Früher verdingten sich Palästinenser in solchen Jobs, doch inzwischen sind die besetzten Gebieten abgeriegelt... ...zogen mehrere Dutzend Personen randalierend zum zentralen Busbahnhof. Sie brüllten rassistische Parolen, schlugen die Schaufenster afrikanischer Läden ein und griffen afrikanische Frauen und Kinder an. "Die Demonstranten waren überall", berichtete ein Flüchtling aus Nigeria der britischen Zeitung The Telegraph. "Eine Gruppe von zehn oder fünfzehn Jugendlichen hielt einen schwarzen Jungen an, der mit dem Fahrrad vorbeikam. Sie zerrten ihn vom Rad, verprügelten ihn und traten ihm gegen den Kopf. Die Polizei war in der Nähe, schaute aber...

http://othersite.org/addameer-hunger-str...unger-strikers/

I ) Hunger Strikers – Only Immediate Intervention Will Save the Lives of Three Palestinian Hunger Strikers. Addameer , Human Rights

...Israel is violating these courageous hunger strikers’ most basic rights on a daily basis, even as they come to the brink of death. Addameer fears for the lives of all three hunger strikers and believes that only urgent intervention will be enough to save their lives. Addameer therefore calls on all those concerned with justice in Palestine to come together in support of all three hunger strikers.

http://us4.campaign-archive1.com/?u=855a...0e&e=1f0e13736d

V ) Netanyahu, Not Iran, Is An Existential Threat To Israel. MJ ROSENBERG

One ex-Israeli official put it best. Prime Minister Binyamin Netanyahu seems to be “going berserk.” Netanyahu is now demanding that the United States set a “red line” that, once crossed, will automatically initiate a U.S. attack on Iran. Bibi doesn’t even bother to pretend that war with Iran is in the interests of the U.S. He just wants the U.S. to recognize his red line and give him his war trigger. And he is increasingly fearful that he won’t get it.
I think his latest tantrum was produced by last week’s New York Times op-ed by its former executive editor, Bill Keller. He wrote that even if Iran develops nuclear weapons, they would not necessarily pose a significant threat to Israel, let alone to the United States. The Iranians are not insane. In fact the Middle East leader who behaves most irrationally is Netanyahu himself...

www.independent.co.uk/news/world/politic...ntService=print

VI a ) Revealed: inside story of US envoy's assassination. Kim Sengupta

The killings of the US ambassador to Libya and three of his staff were likely to have been the result of a serious and continuing security breach, The Independent can reveal.


American officials believe the attack was planned, but Chris Stevens had been back in the country only a short while and the details of his visit to Benghazi, where he and his staff died, were meant to be confidential. The US administration is now facing a crisis in Libya. Sensitive documents have gone missing from the consulate in Benghazi and the supposedly secret location of the "safe house" in the city, where the staff had retreated, came under sustained mortar attack. Other such refuges across the country are no longer deemed "safe". Some of the missing papers from the consulate are said to list names of Libyans who are working with Americans, putting them potentially at risk from extremist groups, while some of the other documents are said to relate to oil contracts...

http://www.intifada-palestine.com/2012/0...in-libya/print/

VI b) US-Backed Terrorists Murder US Ambassador in Libya. By Toni Cartalucci

“I have met with these brave fighters, and they are not Al-Qaeda. To the contrary: They are Libyan patriots who want to liberate their nation. We should help them do it.” – Senator John McCain in Benghazi, Libya April 22, 2011. [3]

McCain’s “Libyan patriots” have now murdered US Ambassador John Christopher Stevens [4] in the very city McCain spoke these words. An assault on the American consulate in the eastern city of Benghazi, the epicenter of not only last year’s violent subversion and destruction of sovereign Libya, but a decade’s old epicenter of global terrorism, left Ambassador Stevens dead along with two of his aides... ...Russia, China, Iran, and a growing number of nations [26] have been opposing this campaign of supranational terrorism – with the death of Ambassador Stevens laying bare the true nature of America’s proxy “freedom fighters,” the list of global opposition will only grow, leaving only the most shameless and deeply invested to defend America’s invasive and bloody foreign policy.



[ Editiert von Administrator Michael Wargowski am 19.09.12 13:47 ]

#3 RE: T­RINKWASSER, Net­anyahu, Protes­t in Ramallah von Michael Wargowski 19.09.2012 12:45

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Protest
in Ramallah


von Uri Avnery


ALS ICH kürzlich nach mehreren Monaten Abwesenheit Ramallah besuchte, war ich von der anhaltenden Bautätigkeit sehr beeindruckt. Überall neue Hochhäuser, und viele sind sehr schön. (Araber scheinen ein angeborenes Talent für Architektur zu haben, wie jede Weltanthologie von wichtigen Gebäuden bestätigt.)

Der Bauboom scheint ein gutes Zeichen zu sein, insofern als er die israelischen Behauptungen bestätigt, die Wirtschaft blühe in den besetzten Gebieten. Aber auf den 2. Blick schwindet meine Begeisterung. Schließlich wird das Geld in Gebäude investiert und nicht in Fabriken oder andere Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen und wirkliches Wirtschaftswachstum liefern. Es zeigt nur, dass einige Leute reich werden - sogar unter der Besatzung.

Mein Ziel war ein diplomatischer Empfang. Einige hohe Funktionäre der palästinensischen Autorität und andere Palästinenser der Oberschicht waren da.

Ich tauschte einige Höflichkeiten mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Salam Fayyad und mit einigen gut gekleideten Gästen aus und erfreute mich an den angebotenen Köstlichkeiten. Ich bemerkte keinerlei Aufregung.

Keiner hätte vermutet, dass in eben diesem Augenblick im Zentrum der Stadt eine stürmische Demonstration stattfand. Es war der Beginn eines massiven Protestes, der noch immer weitergeht.

DIE DEMONSTRANTEN in Ramallah und in andern Städten und Dörfern der Westbank protestieren gegen die hohen Lebenskosten und allgemein gegen die wirtschaftliche Not.

Palästinensische Journalisten sagten mir, dass der Preis für Benzin in der Westbank fast so hoch wie in Israel sei: ungefähr 8 Schekel pro Liter; das wären 8 $ pro Gallon in der USA oder 1,7 Euro pro Liter in Europa. Da der Mindestlohn in der Westbank etwa 200 Euro im Monat beträgt – ein Viertel des israelischen Mindestlohns – ist dies grauenhaft. (In dieser Woche hat die palästinensische Behörde schnell den Preis verringert.)

Vor kurzem, als der muslimische Feiertag Eid al-Fitr den Ramadan-Fastenmonat beendete, haben die Besatzungsbehörden überraschend 150 000 Palästinensern erlaubt, Israel zu betreten. Einige fuhren direkt zur Meeresküste, die viele von ihnen nie zuvor gesehen hatten, obwohl sie weniger als eine Fahrstunde entfernt davon leben. Einige besuchten die Häuser ihrer Vorfahren. Aber viele andere gingen auf einen Einkaufsbummel. Es scheint, als seien viele Waren in Israel tatsächlich billiger als in den verarmten besetzten Gebieten!

(Übrigens wurde von keinem einzigen Vorfall an diesem Tag berichtet.)

DIE DEMONSTRATIONEN waren gegen die palästinensische Autorität gerichtet. Es ist ein bisschen, wie wenn ein Hund den Stock beißt, statt den Mann, der ihn damit schlägt.

Tatsächlich ist die Palästinensische Autorität ganz hilflos. Sie ist an das Pariser Protokoll gebunden, den wirtschaftlichen Anhang des Oslo-Abkommens. Nach diesem Protokoll sind die besetzten Gebiete ein Teil des israelischen „Zollumschlages“: die Palästinenser können ihre eigenen Zölle nicht selbst festlegen.

Amira Hass von Haaretz nennt folgende Bedingungen: Den Bewohnern des Gazastreifens wird es nicht ermöglicht, ihre landwirtschaftlichen Produkte auszuführen; Israel beutet das Wasser, Mineralien und andere Werte der Westbank aus; die palästinensischen Dorfbewohner müssen viel mehr für Wasser zahlen als israelische Siedler; die Gaza-Fischer können nicht jenseits der drei Meilenzone von der Küste aus fischen; den palästinensischen Bewohnern ist es verboten, auf den Hauptschnellstraßen zu fahren, sie müssen kostspielige Umwege fahren.

Aber mehr als diese Einschränkungen ist es die Besatzung selbst, die keine wirklichen Verbesserungen zulässt. Welcher ernsthafte Investor würde in ein Land gehen, in dem alles von der Lust und Laune einer Militärregierung abhängt, die jede Ausrede hat, um die Untertanen zu unterdrücken? Ein Gebiet, in dem jeder Akt des Widerstandes eine brutale Rache provoziert, wie z.B. die Zerstörung von palästinensischen Ministerien 2002 bei der „Operation Verteidigungsschild“? Wo Waren für den Export monatelang vor sich hin faulen, wenn ein israelischer Konkurrent einen Beamten besticht?

Weiter:
http://www.uri-avnery.de/news/203/17/Protest-in-Ramallah

[Uri Avnery-Texte. 15, 2012]



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