#1 RE: Patientenrechte? von Trainingslabor 14.07.2012 12:14

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Wo Rechte und Gesetze und anderes Zeug bis ins Detail schriftlich verankert werden müssen, wie in diesem Land, da muß es einen Jeden sehr traurig stimmen, herrscht hier schon so viel Bürokratie, wie nirgends anders in der Welt. Andererseits gibt es hier auch so viele Nörgler und Mäkler, wie es sie ebenfalls nirgends sonst in der Welt gibt und ebenso außerdem so viele Interpreten, wie sie kein Mensch auf der Welt benötigt oder haben will. Gerade das ist oft Anlaß für neue Gesetze und Erlässe und Ähnliches. Die können gut und notwendig sein, um ein für alle Male Klarheit zu schaffen, doch werden sie immer wieder so abgefasst, daß es noch mehr Auslegungsmechanismen gibt, als vorher und eben nichts im klaren Bild erscheinen lassen. Außerdem öffnen sie gleichzeitig Tür und Tor für weitere Überwachungsmechanismen, die von den Leuten gar nicht erst sofort erkannt werden. Aber, soll das jeder für sich selbst entscheiden und zunächst das Wort des Verwaltungsratsvorsitzenden der Barmer GEK lesen:

Zitat
Auf ein Wort

Ein erster Schritt

Welche Rechte habe ich als Patient? Die Frage ist heute nur schwer zu beantworten, denn noch gibt es keine Zusammenfassung dafür. Deswegen begrüßen wir als Versichertenparlament die Bemühungen der Bundesregierung in Sachen Patientenrechtegesetz.

Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, denn die Bündelung der aktuellen Rechtsprechung in einem Gesetz wird Rechtsklarheit und -sicherheit für alle Beteiligten fördern. Für Patientinnen und Patienten wird die Durchsetzung ihrer Rechte grundsätzlich erleichtert.

Leider kommt die Politik in einigen Bereichen nicht über das hinaus, was bei der Barmer GEK längst praktiziert wird. Sie unterstützt seit langem ihre Versicherten bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen aus Behandlungsfehlern. Unsere entsprechende Telefonhotline und die Ansprechpartner in den Geschäftsstellen setzen einen vorbildlichen Standard.

Hier hätte die Bundesregierung einen Schritt weiter gehen können und das Einsichtsrecht in Patientenakten, das lobenswerterweise nun Patientinnen und Patienten erhalten sollen, auch den Krankenkassen und deren medizinischen Diensten gewähren sollen. Unter der strikten Wahrung der Datenschutzinteressen von Patientinnen und Patienten würde diese Möglichkeit unsere Kompetenzen bei der Unterstützung in Sachen Behandlungsfehler stärken.


Holger Langkutsch
Verwaltungsratsvorsitzender

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